Pilz an der Kellerwand: Schimmel oder echter Hausschwamm?
Flecken und Fäden im Keller können blosser Schimmel sein oder der weitaus gefährlichere Hausschwamm. So unterscheiden Sie die beiden.
Flecken oder Fäden an Wänden und Holz im Keller sind beunruhigend, doch nicht alles, was wir "Pilz" nennen, ist gleich schwerwiegend. Der wichtigste Unterschied besteht zwischen einem oberflächlichen Schimmel und einem echten Hausschwamm.
Der durch Feuchtigkeit verursachte Schimmel ist vor allem ein ästhetisches und hygienisches Problem: Er lebt an der Oberfläche, auf Putz und Wänden, und beschränkt sich in der Regel auf dunkle oder grünliche Flecken. Er verschwindet meist, wenn man die Feuchtigkeit behandelt und reinigt.
Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) und die übrigen Fäulnispilze sind etwas anderes: Sie greifen die Struktur des Holzes an und zersetzen es von innen heraus. Serpula ist besonders heimtückisch, da sie über ihre eigenen Fäden Feuchtigkeit über Distanzen transportieren und sich durch Mauerwerk, Dämmungen und Beschichtungen ausbreiten kann, auch weit entfernt vom Ausgangspunkt.
Anzeichen, die auf einen strukturellen Pilz hindeuten: Holz, das absplittert oder zerbröselt, das Vorhandensein von - mitunter watteartigen - Fäden (Myzel), ein intensiver Modergeruch sowie die Verformung von Balken oder Böden.
Um sicher zu urteilen, braucht es Erfahrung, denn der Pilz neigt dazu, sich hinter Beschichtungen und Putz zu verbergen. In Verdachtsfällen bestimmt eine technische Diagnose die Pilzart und geht - vor allem - den Feuchtigkeitsursachen auf den Grund, dem ersten Schritt jeder ernsthaften Sanierung.